
Die
elfjährige
Saga mag es gar
nicht, wenn der Tag nicht nach Plan verläuft - auch der
Sonntag
muss durchorganisiert werden: Erst hilft sie im Kaffeegeschäft
von
Lukino aus, dann trifft sie sich mit den Freundinnen Norma und Anne,
bevor sie im Musikinstrumentenladen auf dem Klavier übt, nach
Hause geht und ihrer Oma hilft. So zumindest stellt sie sich den
Tagesablauf auch an diesem Sonntag vor...
fest auf dem
Boden steht: Von nun an start Saga plötzlich
Löcher in die Luft, redet wirres Zeug mit jemanden,
der nicht
vorhanden zu sein scheint, oder hat einen Wutanfall und fuchtelt wild
in der Gegend herum - für andere zumindest sieht das recht
suspekt
aus. Nichtsdestotrotz arrangiert sie sich mit der Elfe und
gewinnt
sie sogar nach und nach lieb, auch wenn sie dafür ihre
bisherige
Weltanschauung über Bord werfen muss. Es stellt sich he das
„Funkeln"? Es soll leuchten, sich weich
anfühlen und
Wärme ausstrahlen. Die abenteuerliche Suche beginnt...
Alltag in
Mühlenburg: Die kleinen netten Geschichtchen um Saga
und
ihre kleinen Elfenfreunde wurden in eine mittelalterliche
Stadt
in Deutschland verfrachtet Ähnlichkeiten mit der Hochburg
japanischer Touristen, Rothenburg ob der Tauber in der
Romantische Straße, sind die verzogene Göre der
Klasse sowie
selbst ernannte Rivalin der Musterschülerin Saga: die
angeberische Greta. Doch wie die Szenerie fügen sich auch alle
Charaktere in ein zuckersüßes Gesamtwerk -
eineMärchenwelt, die die Handschrift von der Zeichnerin
Koge-Donbo
trägt. Wer also schon immer davon geträumt hat, in
einen
riesigen Kuchen mit viel Sahne und Zuckergamitur zu fallen, der hat mit
Sugar die richtige Wahl getroffen.
... und bis zu ihrer Klavierstunde klappt auch alles nach Plan. Erst
der Regen, der auf Saga's Heimweg einsetzt, bringt alles
durcheinander: Ohne Regenschirm stellt sie sich unter ein
Dachvorsprung. Neben ihr -sie mag ihren Augen kaum trauen - sitzt ein
kleines Wesen, das hier ebenso Schutz vor dem Regen gefunden
hat.
Ein kleines Wesen mit rosa Haaren, einem weißen
Kleidchen,
kleinen Flügeln auf dem
Rücken, großen
Kulleraugen - und einem knurrenden Magen. Träumt
Saga? Noch
völlig ungläubig gibt sie ihm eine Waffel, die das
Wesen im
Nu wegputzt. Kaum ist die Waffel
vernichtet,
schläft das kleine Ding ein. Saga steckt es in
ihre
Tasche: Zu Hause angekommen will sie ihrer Großmutter von der
unglaublichen Begegnung erzählen, aber das kleine Engelchen
befindet sich nicht mehr in der Tasche. War es doch nur eine
Halluzination? Nein, das Wesen - es stellt sich als Schneeelfe Sugar
vor und ist gar ganz
schön frech schwirrt bald
fröhlich in Saga's Haus herum, als ob es sich dort
für immer
einnisten möchte, aber nur das
Mädchen
scheint es zu sehen.
Natürlich ist das
ein Problem für die
Elfjährige, die
mit beiden Beinen raus, dass Sugar noch ein Lehrling ist und noch
einige Prüfungen in der Menschenwelt meistern muss, bevor sie
eine
vollwertige Schneeelfe wird - bisher ist sie noch weit davon
entfernt, einen Schneesturm aufziehen zu lassen: Bei der
Heraufbeschwörung eines Schneekristalls
stößt sie
bereits an ihr Leistungsvermögen und muss sich durch
Nahrungsaufnahme und Gesundheitsschlaf regenerieren.
Ihre
erste Prüfung wie auch das der bald auftauchenden anderen
Jahreszeitenelfen, der Windelfe Pepper und des Sonnenelfen
Salt,
besteht im Aussäen und Aufzüchten einer Zaubersaat,
die durch
ein „Funkeln" zum Erblühen gebracht werden soll.
Aber was
ist nicht zu übersehen. Jedenfalls haben manche der
Charaktere einen deutschen Namen, auch tauch
plötzlich Wörter wie.
Eintrittsgebühr" oder
ein Buch mit dem „Das Buch der Lieder" auf. Im Grunde aber
finden
wir im Mühlenburg von Chicchana Yukizukai Suga
(Übers, etwa: Kleine Schneeelfe Sugar}
eine
Fantasy-Stadt vor. in der es keine Autos gibt, die Waffeln lecker sind
und nicht das Shopping-Zentrum, sondern
der
Marktplatz alles bietet, was das Herz begehrt. Natürlich ist
die
Welt nicht ganz perfekt: Neben den Jungs der
Schule, die für die Freundinnen Saga, Norma
und Anne
nur wie verspielte Kinder wirken, gibt es noch
nicht genug
damit: Bald treten Sugar's „Mitschüler"
Salt und Pepper in Saga's Leben.
Originaltitel:
Chicchana
Yukizukai Sugar
Entstehungsjahr:
2001
Filmdauer:
24 Episoden, 30 Min.
Character-Design: Keiko Kawashima
Etc.:
Yöko Ishida singt den Titelsong zur
TV-Serie, Sugar
Baby Love. Es handelt sich um die japanische Version des Pop-Klassikers
von den Rubettes aus dem Jahre 1974. Die Szenerie von
Mühlenburg
wurde tatsächlich nach dem Vorbild von Rothenburg o.d. Tauber
entworfen.